Guten Appetit liebe Veggis
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Na, nach dem Gammelfleischskandal auch zum Vegetarier mutiert? Kann ich gut verstehen, denn wer will schon vorverdautes Fleisch in sich reinschaufeln. Obwohl, wenn man sich die Fettleibigkeit der Deutschen so ansieht, dann scheint das Gammelfleisch spurlos an ihnen vorübergegangen zu sein.
Zum Glück gibt es ja noch die Italiener, die uns ganz in Mafiamanier den Tag verderben. Und dieses Mal trifft es nicht nur die Fleischfresser, Hurra, sondern auch die Vegetarier. Ihr braucht nicht zu glauben, dass die menschliche Degeneration vor einem Pflanzenfresser Halt macht. Jetzt haben wir endlich den Gammelkäseskandal. Ein italienisches Unternehmen der sizilianischen Mafia hat in den letzten zwei Jahren 11.000 Tonnen, in Worten Elftausend Tonnen das sind Elfmillionen Kilogramm, vergammelten Käse innerhalb der Europäischen Union verkauft. Der Käse wurde bevorzugt zu Mozzarella, Gorgonzola oder Schmelzkäse verarbeitet.
Gut, einige werden jetzt sicherlich fragen, was daran so ungewöhnlich ist, denn schließlich ist ein Großteil des Käses doch ohnehin verschimmelt. In der Tat sieht der Gorgonzola nicht nur so aus, als hätte ihn bereits jemand ausgekotzt, er schmeckt auch so. Die italienische Zeitung “Repubblica” berichtet, dass in dem Käse bereits Würmer gehaust hätten und Mäusekot gefunden wurde.
Das finde ich jetzt doch ein bisschen eklig, denn was haben denn bitte Mäuse in einer Molkerei zu tun? Klar, die fühlen sich dort im Paradies, denn schließlich sollen Mäuse ja bekanntlich auf Käse stehen. Aber wieso scheißen die auf ihr Futter?
Doch, was mich wirklich nachdenklich macht, ist die Tatsache, dass die Polizei zwei Jahre ermittelt hat. Das bestärkt wirklich mein Vertrauen in die Arbeit der Polizei. Die beobachten also zwei Jahre lang das Treiben von einem Dutzend Verdächtiger, die in aller Ruhe Millionen von Verbrauchern dabei vergiften und schlagen dann mal langsam zu.
Na dann, lasst Euch die Tomaten mit Mozzarella schmecken!
Hurra, endlich Hartz IV
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Eigentlich war dieser Beitrag für gestern geplant und sollte den Titel “Mein Leben mit der Autobombe” tragen. Hintergrund: Bis gestern hatte ich mein Büro direkt gegenüber einer amerikanischen Einrichtung. Davor patroullierten deutsche Polizisten mit Maschinenpistole. Ich fragte mich bei diesem Anblick immer wieder, wen die Polizisten damit eigentlich beruhigen wollten. Unsere amerikanischen Freunde? Das wohl eher nicht, denn die haben einen Sicherheitsdienst mit viel größeren Kanonen. Uns, die wir jeden Tag in dieser Umgebung arbeiten müssen? Schließlich könnte ja jeder Arbeitstag der letzte sein, weil ein fanatischer Autobombenbauer auf die blödsinnige Idee kommt, die 63 Jungfrauen im Paradies zu besuchen. Oder wollen die Polizisten die Selbstmordattentäter abschrecken? “Wenn Sie sich in die Luft sprengen, dann erschießen wir Sie!”
Ich denke, man wollte die Anwohner beruhigen, dass sie nicht beim Anblick eines parkenden Lieferwagens Schutz unter dem Schreibtisch suchen. Jedenfalls hat es mich beruhigt. Und natürlich die 50 Zentimeter Mauer zwischen mir und der Straße. Und die massive Schreibtischplatte.
Ab heute muss ich nicht mehr mit der Autobombe leben. Die Mauer gibt es nicht mehr, das Büro auch nicht und der Schreibtisch dient jetzt jemandem anderen als Schutz oder als Arbeitsplatz. Nein, die Autobombe ist nicht hochgegangen - noch nicht. Man hat mich entlassen - betriebsbedingt, wie es heißt. Es tut uns leid, wie es heißt, aber der Vorstand hat Ihnen falsche Versprechungen gemacht. Deshalb musste er gehen und Sie gleich mit und Ihre Kollegen auch, weil wir das Büro schließen. Bitte, lieber Gott, lass dieser Lieferwagen vor meinem Fenster eine Autobombe sein.
Tja, es war keine. Mein Job ist futsch. Noch nicht einmal meine Schuld. Stell Dir vor, Du bist Gouverneur von Texas, fährst mit dem Präsidenten im offenen Wagen durch die Stadt und bekommst eine Kugel ab, weil irgend ein Bekloppter beschließt, den Präsidenten abzuknallen. Mann, da fühlst Du Dich echt Scheiße. Gestern noch Abteilungsleiter, heute schon Hartz IV. Hätte mich der Polizist da vor dem Fenster nicht einfach erschießen können?
Kauft endlich Dollar
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Der Dollar wird immer weniger wert. Ja und, wen interessierts, was die Amis mit ihrem Geld machen? Da wird wenigstens der Sprit nicht so teuer. Naja, wird doch teurer, weil die Amis noch immer keine Autos bauen können, die wenig Sprit schlucken. Aber die Deutschen können das auch nicht. Zwar behaupten sie es, allerdings hat der ADAC festgestellt, dass deren gesetzlichen Angaben mit der Realität nicht viel zu tun haben.
Und heute kann man auf welt.de lesen, dass Airbus ein paar Stellen abbauen will. Was auch sonst. Das machen die doch sowieso die ganze Zeit. Aber nein, sie bauen keine Stellen ab, sondern lagern sie nur in andere Länder aus. Besser gesagt, lagern sie die Stellen zu den Amis aus. Ähem, habe ich etwas verpasst? War nicht vor ein paar Monaten zu hören, man müsse Europa als Flugzeugbauer erhalten? Ist eine Schlüsselindustrie oder sowas. Und jetzt kommt ein Herr Gallois daher (klingt wie diese ultrastarken Zigaretten, von denen man impotent wurde, wenn man zu viele geraucht hat) und verkündet: “Wir gehen nach Amerika!”. Weil, der Dollar ist ja so schwach.
Ok Leute, dann wollen wir mal ein wenig Nachhilfeunterricht in Sachen Betriebswirtschaft geben. Wenn der Dollar so schwach ist, dann kauft doch einfach ein paar Boings auf, die gibt es jetzt zum Schnäppchenpreis und pappt einfach einen Airbusaufkleber drauf. Wenn die in 10.000 Meter Höhe unterwegs sind, dann merkt das sowieso niemand. Am Himmel sehen alle gleich aus. Also, wozu diesen ganzen Aufwand treiben? Die Japaner haben es mit der Unterhaltungselektronik und mit den Autos vorgemacht. Die haben sie billig bei uns eingekauft, einfach einen japanischen Aufkleber drauf und dann teuer weiterverkauft. Und keiner hats gemerkt. Wer kann schon japanisch lesen? Sieht doch eh chinesisch aus.
Lust zu reisen
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Wer die Lust zu reisen verspürt, sollte es nicht in einem VW tun. Denn dann gerät man schnell in den Verdacht, die Reiselust rührt von der Vergnügungssucht mit leichten Damen oder auch Herren. Vorsicht ist auch geboten, wenn man sich in einem Pasat verlustiert und wohlwollende Polizisten einen anhalten, weil sie zum gelungenen Autokauf gratulieren. Die Geilheit kommt zu einem neuen Höhepunkt, wenn die Lustgefährtin gerade das beste Stück im Mund hat. Was da wohl im Polizeibericht stehen wird?
Ähnlich muss sich Mister VW Piëch in seinem Phaeton fühlen oder fährt er immer noch Audi oder schon Porsche? Jedenfalls will man ihm nicht so recht glauben, dass er von den Lustreisen seiner Untergebenen nichts gewusst haben will. Schließlich hat man doch dem Herrn Hartz IV schon den Griff an die Möpse vereitelt.
Alles halb so schlimm. Wir leben in einem Land, in dem man einfach die Dinge umbenennt, dann lebt es sich gleich viel leichter. Das Arbeitsamt heißt jetzt Agentur und dort bin ich jetzt kein Arbeitsloser mehr, sondern Kunde und der ist ja bekanntlich der König. Hurra, wir leben in einer Monarchie mit 4 Mio. Königen. Meine Stütze heißt jetzt Vergnügungspauschale, weil Hartz IV klingt einfach Scheiße.